StartseitePhysik - Theologie
Startseite Physik Theologie Download Kontakt
Sinn von Natur und Geschichte aus christlicher SichtDie Freude der UmkehrInterpretation über den Kreuzweg JesuBild zum Kreuzweg in kreuzformDer Name GottesDas Wunder des TodesDer vergessene HimmelDer instinktlose MenschJesus ist GottEndzeitliche EreignisseHinweise auf Jesus und Maria im alten TestamentMarienerscheinungenDie entschlüsselte Apokalypse.Abfolge der endzeitlichen EreignisseBetrachtungen zu "Jesus am Ölberg"

Die materielle Welt (Universum)

Nach dem Fall Lucifers und seines Anhanges erschafft Gott das Universum (den Kosmos / das Weltall, die Erde) und den Menschen.

Gott will den nach dem Fall der Engel entstandenen leeren Platz im Himmel (im 10.Engel-Chor!) wieder besetzen, damit sein Lob (wie ursprünglich beabsichtigt) vollkommen sei. Gott gibt daher dem Menschen das Licht der gefallenen Engel. Damit der Mensch aber nicht den gleichen Fehler begeht wie zuvor die gefallenen Engel, umhüllt Gott das Licht des Menschen mit Materie (Fleisch). Der Mensch ist daher nur fähig, Gott im Licht des Glaubens zu erkennen.

Gott entzog den gefallenen Engeln das Licht, damit es sich nicht im Nichts verliert. Gott sprach:

"Nun aber habe ich, der Gott des Himmels, das strahlende Licht, das vom Teufel wegen seiner Sünde wich, liebend bei mir geborgen und es dem Lehm der Erde gegeben, den ich nach meinem Bild und Gleichnis geschaffen habe. Wie unter den Menschenkindern ein Vater handelt, so habe auch ich getan. Stirbt ihm ein Sohn, ohne Nachkommen zu hinterlassen, so nimmt der Vater das Erbe wieder zu sich zurück und bestimmt es seinem zweiten Sohn, den er erhofft."

Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild und seiner Ähnlichkeit erschaffen; nach seiner Ähnlichkeit, indem er ihm die Ähnlichkeit im Geiste verlieh (Vernunft), nach seinem Ebenbild, indem der Mensch die Verkörperung seiner vollendeten Absicht ist. In dieser Vernunft äußert sich die geistige Lebendigkeit der Seele. Die Vernunft spricht in einem gewissen Klang und dieser Klang ist gleichsam Denken. Aus der Seele strömt auch das Wort hervor. Das Wort ist gleichsam das "Werk". Der Mensch ist das überlegene Wesen, das Gott als König (Herrscher) über alle Dinge der Erde, über alles was unter Gott und seinen Dienern den Engeln steht (materielle, irdische Schöpfung), gesetzt hat. Der Mensch soll über die drei Bereiche herrschen: über den niederen, den tierischen (fleischlichen), über den mittleren, den moralischen (seelischen), und über den höheren, den geistigen (selbst). Alle drei Bereiche soll er ausrichten auf das einzige Ziel: (mit allen Fähigkeiten dieser Identität) Gott zu besitzen!

Der Mensch Adam war in seiner ursprünglichen Ausstattung vertraut mit dem hohen Geistergespräch. Als der lebendige Feuerhauch, den Gott über den trockenen Lehm entsandt hatte, sollte er ein Freund der Engel sein, lebendig erblühend in seinem ständigen Umgang mit den Engeln. Er konnte sich mit der körperlichen wie mit der geistigen Welt gleichermaßen ins Einvernehmen setzen. Er hatte lebendigen Umgang mit dem Gotteslob der Engel. Mit engelgleichen Worten sprach der allmächtige Gott zu Adam, der die Engelsprache gut kannte und verstehen konnte. Durch seine ihm von Gott geschenkte Vernunft und den Geist der Prophetengabe besaß er alle Sprachen, die später von den Menschen erfunden wurden, in seinem Wissen. Der Herr begegnete ihm selbst in seiner unvergleichlichen Herrlichkeit, in der keiner Kreatur Gestalt zu sehen war; nach dem Fall indes, wandelte Gott im Garten des Paradieses, nur noch in der Gestalt der Flamme des Feuers. Die ganze physiologische Ausstattung Adams war von dieser lichten Geistigkeit durchstrahlt. Der Schlaf war für den Menschen ein Medium prophetischer Schau und in keiner Weise ein Remedium zur Rekreation gegen die ständige Erschöpfung. Schlaf war eine "Einsendung"; schlafend tauchte der Mensch in die geistige Welt ein, und ein Engel entsandte ihm Traumgesichte. In gleicher Weise war die Nahrung nur ein Aufzeigen der Welt und damit das intensive Erleben des Stoffwechsels der Welt, in deren Kreislauf wir mit Essen und Verdauen und Ausscheiden leibhaftig eingespannt sind. Nahrung war gleichsam die lebhaft vorgestellte Theorie dieses kosmischen Kreislaufes und in keiner Weise die Restauration gegen den permanenten stofflichen Verfall. Adam leuchtete vor dem Fall noch ohne sein Dazutun wie die Sonne, da er noch kein Werk vollbracht hatte. Bevor Adam das göttliche Gebot übertreten hatte, leuchtete das, was jetzt als Galle im Organismus existiert, in ihm wie ein Kristall und hatte den Geschmack aller guten Werke in sich; das was jetzt im Menschen als Melancholie ist, leuchtete in ihm auf wie die Morgenröte und hatte in sich das Wissen und die Vollkommenheit aller guten Werke. Als aber Adam gefehlt hatte, wurde der Glanz der Unschuld in ihm verdunkelt. Seine Augen, die vorher die himmlische Herrlichkeit geschaut hatten, erloschen. Seine Galle wurde in Bitterkeit umgewandelt und die Melancholie in die Finsternis der Gottlosigkeit. So wurde er ganz und gar (auf allen Ebenen seiner Identität) in eine andere Existenzweise umgewandelt.

Gott, der Vater und Schöpfer, hatte Mann und Frau mit einem so vollkommenen Gesetz der Liebe erschaffen, daß wir diese Vollkommenheit nicht mehr verstehen können. Wir denken ohne Erfolg darüber nach, was wohl mit dem Menschengeschlecht geschehen wäre, wenn der Mensch nicht die Lehre Satans angenommen hätte.