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Wer erwartet uns:

Maria, die Mutter Jesu - Unsere Mutter

1. Wer erwartet uns, wenn wir die Schwelle des Todes überschritten haben? Die Königin des Himmels und der Erde, Maria, die Mutter Jesu und unsere Mutter. Am Kreuze hängend hat der Herr den Apostel Johannes seiner Mutter anvertraut, und seine Mutter dem Apostel Johannes. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe deinen Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Sieh deine Mutter! Und von jener Stunde an, nahm sie der Jünger zu sich. (Jo 19,26­27)

2. Maler, Bildhauer und Musiker haben die Mutter Jesu in ihrer Schönheit darzu­stellen versucht. In Farbe, Wort und Ton haben sie ihr Lob gesungen. Aber nun werden wir sie schauen wie sie ist! Wir werden sie schauen im Glanz himmlischer Herrlichkeit. Wir werden sie erkennen als den Menschen, wie Gott ihn von Anfang an gewollt; als Menschen in voller Harmonie zwischen Leib und Geist, frei von der Erbschuld, frei von jeder persönlicher Schuld. Wir werden sie erkennen als den Menschen in steter Bereitschaft vor Gott, als den Menschen, der zu Gott nie "Nein gesagt". Durch ihren Sohn so nah mit Gott verbunden, hat Gott ihren Leib nicht der Verwesung anheimgegeben, sondern nach ihrem Tod mit Leib und Seele aufgenommen in die himmlische Herrlichkeit. So hat es uns die Kirche als eine seit Jahrhunderten überlieferte Glaubenswahrheit im Jahre 19 verkündet. Maria ist die Ersterlöste, die Vollerlöste! Die Königin des Himmels, die Königin der Engel und Menschen.

3.Nun müßte ich mit ihnen die Geschichtsbücher der vergangenen Jahrhunderte durchblättern, um zu erfahren, welche Stellung die Gottesmutter im Heilsplan Gottes für die Menschen hatte. Wie sie nicht nur das Leben einzelner Menschen, sondern ganzer Städte und Länder beeinflußte. Ungezählte Wallfahrtsorte, Gedenkstätten, Orts? und Städtenamen geben davon Zeugnis. Das gläubige Volk hat sie unter unzähligen Namen angerufen: Zuflucht der Sünder, Trösterin der Betrübten, Heil der Kranken, Mutter von der immerwährenden Hilfe. Ich könnte die ganze Lauretanische Litanei anführen. Alle diese Anrufungen geben uns Kunde von dem Glauben, dem Vertrauen, das gläubige Menschen der Mutter Jesu entgegenbrachten.

4. Jetzt, beim Wunder des Todes, beim Überschreiten der Schwelle zur Herrlichkeit, werden wir auch die Wunder in den Menschenherzen erkennen. Jetzt werden wir erkennen, wie die Gottesmutter auch über uns ihren schützenden Mantel ausgebreitet hat. Wie oft haben wir gesungen: Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus"! Jetzt werden wir ihr huldigend entgegenjubeln: "Du Makellose, himmlische Rose, Krone der Erde, der Himmlischen Zier, Himmel und Erde, sie huldigen dir" (IGL: Nr. 952, 3). Wie oft haben wir gebetet: "Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes." Nun sehen wir unsere Bitte erfüllt. Sie ist uns Helferin auf dem oft nicht leichten Weg gewesen. Sie hat uns nicht aus ihren schützenden Händen entlassen, auch wenn wir manchmal Wege gehen wollten, die uns immer mehr von unserem Heil entfernt hätten. Wir brauchen nicht an Fatima zu glauben oder an die Erscheinungen und Wunder in Lourdes. Aber am Ende unserer Pilgerreise werden auch w i r eine Erscheinung erleben, bei der wir überwältigt werden vom Staunen über die Gottesmutter. Alle Zweifel unseres Glaubens, die uns bisher den Blick in das geheimnisvolle Wirken Mariens verstellten, sind verschwunden. Vor uns erscheint die Königin der Engel und Menschen, unsere himmlische Mutter; auch deine und meine Mutter!

Verehrte Leserinnen, verehrte Leser! Hat die Verehrung der Mutter das Herrn in ihrem Glaubensleben keinen Platz gehabt, dann waren sie trotzdem von der sich um uns sorgenden Liebe unserer himmlischen Mutter nicht ausgegrenzt. Ihr hat ihr Sohn, am Kreuze hängend, nicht nur den Apostel Johannes ihrer mütterlichen Liebe anvertraut, sondern uns alle. Im vorhergehenden Abschnitt habe ich von der Verantwortung des Paraklet, des Heiligen Geistes gesprochen. Wir dürfen in gewissem Sinn auch von der Gottesmutter sagen, daß sie seit dem Auftrag ihres Sohnes sich für uns verantwortlich fühlt, ihr fürbittendes Gebet beim himmlischen Vater wird seine Wirkung nicht verfehlen. Unser Glaube ist nun in Schauen übergegangen. Das Wunder des Todes ist zu einem ungeahnten Schauen geworden, in dem wir Maria, die Mutter Gottes auch als unsere Mutter erkennen und wir werden in dieser Stunde mit einstimmen in den Gesang der himmlischen Chöre: Gegrüßet seist du, Königin, erhabne Frau und Herrscherin, freut euch, ihr Cherubim, lobsingt, ihr Serphim, grüßet eure Königin. Salve, salve, salve Regina! (Gl 573,1)