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Wer erwartet uns?

Unsere verstorbenen Eltern und Geschwister

Noch immer ist die Frage: Wer erwartet uns, nicht in ihrer ganzen Ausdeutung beantwortet. Der Glaube bezeugt uns: Es empfängt uns der liebende Vater, von dem unser Herr Jesus das unübertreffliche Bild im Gleichnis vom verlorenen Sohn schildert: Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn. (Lk 15, 20f).

Wir schauen den Sühne leistenden Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. "Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat sie dadurch getilgt, daß er ihn ans Kreuz geheftet hat" (Kol 2,14).

Wir erkennen den Paraklet, unseren Anwalt und Verteidiger, den Hl. Geist. Wir erkennen Maria, die Mutter des Herrn als unsere Mutter. An die Hand nimmt uns unser Schutzengel, unser Wegbereiter und Wegbegleiter auf dieser Welt. Welch ein Wiedersehen wird es mit unseren verstorbenen Eltern und Geschwistern geben! Ihre Liebe zu uns und unsere Liebe zu ihnen ist mit dem Tod nicht erloschen. "Die Liebe stirbt nicht", sagt ein altes Sprichwort. Das fürbittende Gebet unserer verstorbenen Eltern und Geschwister, die vor uns heimgegangen sind; waren Zeichen i h r e r Liebe zu uns; unser Gebet für sie ein Zeichen unserer Hoffnung auf das Wiedersehen in der Herrlichkeit Gottes. Im Wunder des Todes offenbart sich erst unsere ganze gegenseitige Liebe. Sie überwindet alle Hindernisse, die menschliche Unzulänglichkeiten in den Weg gelegt hatten. Diese Liebe ist sicher eines der größten Geheimnisse. Im Wunder des Todes wird der Vorhang, der bisher ihre ganze Aussagekraft nicht erkennen ließ, wie ein Schleier zurückgezogen, sie wird dann in nie mehr endender Leuchtkraft ein Stück unserer Seligkeit ausmachen.

Wer erwartet uns am Ende unserer Pilgerreise? Nun müßte ich sie alle aufzählen, die von Kindheitstagen an mit uns den gleichen Weg auf dieser Welt gegangen sind: Unsere Schulkameradinnen und Kameraden, unsere Freundinnen und Freunde, unsere Berufskollegen, unsere Nachbarn, die Familien in der gleichen Strasse, unsere Lehrer und Seelsorger, alle, die uns im Leben nahe gestanden. Trunken vor Freude und Seligkeit werden sie uns einladen zum nie endenden Hochzeitsmahl in der Herrlichkeit des Himmels, vorausgesetzt, wir sind mit dem Hochzeitsgewand der Gnade bekleidet. (Mt 22,1-14).

Noch einmal stelle ich die Frage: Wer erwartet uns beim Überschreiten der Grenze vom Diesseits zum Jenseits?

"Die Gemeinschaft der Heiligen"! So beten wir im Glaubensbekenntnis: Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen! Unter den zahllosen Geistern des Himmels werden wir auch die Heiligen erkennen, jene Menschen, die auf Erden den Weg der Nachfolge Christi in unentwegter Treue gegangen sind. Sicher sind unter ihnen auch jene, die wir verehrt haben: Unser Namenspatron; jene Heiligen, die wir als Helfer in bestimmten Anliegen angerufen haben: der hl. Antonius, der hl. Josef, die hl. Mutter Anna, die hl. Elisabeth, u.a.m.. Ich kann sie hier nicht alle aufzählen. Sie haben uns sicher auf dem letzten Stück des Weges, der mit viel Geröll angefüllt war, auch darüber hinweggeholfen.

Sie sind "die Freunde Gottes", wie sie in den liturgischen Texten immer wieder genannt werden. Wir werden sie am Ende unserer Pilgerschaft auch als "unsere Freunde" erkennen. Ich bin überzeugt, daß sie vor Gott für uns eintreten werden. Wie oft haben wir an Sonntagen in der Gemeinschaft aller anwesenden Gläubigen im Glaubensbekenntnis gebetet: "Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden und die Auferstehung der Toten"!­ Wir sind nun Glieder dieser himmlischen Gemeinschaft, Freunde Gottes! Im Abendmahlssaal hatte der Herr seinen Jüngern vorausgesagt: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin"! (Jo 14, 2-3)