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Was sind wir?

Kinder Gottes, Erben Gottes, Miterben Christi, Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes Tempel des Heiligen Geistes! Wieder sind die Apostel, unter ihnen vor allem der Apostel Paulus, unsere Gewährsleute, unsere Zeugen ! In einem Brief an die Christengemeinde in Rom schreibt der hl. Paulus: Ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so daß ihr euch immer noch fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist empfangen der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba! Vater! So bezeugt der Geist selber unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann. . . auch Erben wir sind Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden. (Röm 8,15-17)

Im Brief an die Epheser wird der Apostel nicht müde, dieses Eingesetztsein als Erbe Christi immer wieder hervorzuheben. So schreibt er: "Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt" (Eph 1,11). "Der Geist ist der erste Anteil des Erbes, das wir erhalten sollen, der Erlösung, durch die wir Gottes Eigentum werden, zum Lob seiner Herrlichkeit" (Eph 1,11). "Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt" (Eph 1,18). "Ihr seid also nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes" (Eph 2,19).

Miterbe Christi sein in der vollen Bedeutung des Wortes, innige Teilnahme an seiner Herrlichkeit! Wir vermögen dieses Geheimnis gar nicht auszudeuten. - Gleichlautend ist die Verkündigung der anderen Apostel. So schreibt der Apostel Jakobus: "Hört, meine geliebten Brüder: Hat Gott nicht die Armen dieser Welt auserwählt, um sie durch den Glauben reich und zu Erben seines Königreiches zu machen, das er denen verheißen hat, die ihn lieben (Jak 2,5). "Ihn (den Hl. Geist) hat er in reichem Maße über uns ausgegos­sen, durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir durch seine Gnade gerecht gemacht würden und das ewige Leben erben das wir erhoffen". (Tit 3,6-7)

Im Brief an die Bewohner von Philippi einer Stadt in Kleinasien, gebraucht der Apostel einen echt menschlichen Vergleich, um der Gemeinde klar zu machen, was sein wird. Erschreibt: "Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dort her erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er alles unterwerfen kann“. (Phil 3,2o-21).

In der gleichen Tradition der Glaubensverkündigung steht auch der Apostel Petrus, wenn er in seinem Brief an die nördlichen und westlichen Gemeinden in Kleinasien schreibt: Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoff­nung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist. (1 Petr l, 3-4)

Hätte man das Erbe, das wir einmal in Besitz nehmen werden, schöner umschreiben können als es hier der Apostel Petrus tut? Oder der Apostel Paulus in seinem Brief an die Bewohner von Philippi, die ich oben zitiert habe: "Unsere Heimat ist im Himmel". (Phil 3, 2o). Was verbinden wir nicht alles mit dem Wort "Heimat"? - Es ist die Gegend, der Ort, wo wir geboren und herangewachsen sind mit unseren Geschwistern, den Nachbarskindern. - Heimat ist für uns der Zufluchtsort in allen Gefahren, der Begriff der Geborgenheit und Sicherheit. Wir freuen uns, wenn wir sagen können: ich fahre nach Hause, ich fahre heim. Ich treffe meine Eltern, meine Geschwister, meine Verwandten und Bekannten. Die Tage daheim sind immer mit Freude und Fröhlichkeit verbunden. Wir werden mit Freude aufgenommen und angenommen. Das will der Apostel damit sagen, wenn er an die Bewohner von Philippi schreibt: "Unsere Heimat aber ist im Himmel". "Wir sind Mitbürger der Heiligen, Hausgenossen Gottes" (Eph) "Wir sind Erben Gottes! Miterben Christi"! (Röm8,17). Es würde mich zu weit führen all die Rechte und Vorteile anzuführen, die uns in diesem "Erbrecht" verbürgt sind. Es ist eine Fülle von Bildern und Vergleichen, die die Apostel den ersten Christengemeinden, und auch uns heute sagen wollen, was es heißt: in der Gemeinschaft der Heiligen zu leben. Lassen sie es mich auf der folgenden Seite noch einmal zusammenstellen: "Wir sind Erben Gottes und Miterben Christi". (Röm 8,1). "Wir sind Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes". (Eph 2,19-22). "Durch ihn (Christus) sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt". (Eph 1,11). "Ihn (den Hl. Geist) hat er in reichem Maße über uns ausgegossen . . . damit wir das ewige Leben erben". (Tit 3,6-9). "Erben des Königreiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben" ( Jak 2,5). "Wir werden Gottes Eigentum" ( Eph 1,17-18). "Ein unzerstörbares, makelloses und unvergängliches Erbe werden wir empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist". (1 Petr 1,3-4).

Mit meinen Fragen über den vergessenen Himmel bin ich noch nicht zu Ende. Ich möchte diese Glaubenswahrheit wieder ins rechte Licht rücken. Sie ist, wie ich schon früher sagte, eine der beglückendsten Wahrheiten unseres Glaubens. Die Reihe der Bilder über das, was wir sein werden, ist damit noch nicht erschöpft. Wir sind Gäste des ewigen Hochzeitsmahles Glieder des geheimnisvollen, mystischen Leibes Christi, dessen Haupt Christus ist! Was verbinden wir nicht alles mit dem Satz: Wir sind zu einem Hochzeitsmahl eingeladen- Eine festliche Tafel Fröhlichkeit und oft Ausgelassenheit; Freude am Essen und Trinken und Tanzen. Wir sind Freunde Gottes, mit Christus in ewiger Gemeinschaft und Liebe verbunden im Heiligen Geist. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn. Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut". ( Eph 2,21-22)

Noch deutlicher wird der Apostel in seinem Brief an die Bewohner von Korinth: Wißt ihr nicht, daß ihr Tempel Gottes seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr". (1 Kor 3,16-17). Welch unglaubliche und provozierende Aussage über den Menschen war das für die Menschen damals wie auch für uns heute. Tempel Gottes! Tempel des Heiligen Geistes! Tempel des Dreifaltigen Gottes!

In der Stunde unserer hl. Taufe fand die erste Begegnung mit dem Hl. Geist statt. Er ist der Spender des göttlichen Lebens. Auf dieser Welt, in diesem Leben sind wir dem Hl. Geist vielleicht nicht mit unreinen Schuhen begegnet, aber oft mit unreinem Herzen. Doch immer stand "seine Tür" zu diesem Tempel offen. Immer war er "der gute Hirt", der, wenn wir uns verirrt hatten, nicht im Stich ließ, sondern auf die Suche ging, bis er uns gefunden. Immer war er das Licht, das auch in den dunkelsten Tagen unseres Lebens nicht vor unseren Augen erlosch. Immer zeigte er uns den W e g, den wir gehen sollten. Seine Wahrheiten waren wie Laternen, die an diesem Weg standen. Er blieb auch in Todesdrohungen d a s Leben, das er uns doch in Fülle schenken wollte (Je 10, 10). In allen Verirrungen und bei allen Abwegen unseres Lebens, hat er seine Zusagen nicht zurückgenommen. In göttlicher Liebe blieb er der Vater, der dem verlorenen und heimkehrenden Sohn entgegenlief, ihn umarmte und küßte. Tempel des Heiligen Geistes! Auch dieses geheimnisumwitterte Bild vom Menschen, gibt uns viele Rätsel auf. Es ist eben ein Geheimnis, das der Apostel mit dem Bild des jüdischen Tempels nahe bringen will. Im 2. Buch der Chronik ist die Pracht des salomonischen Tempels geschildert. Wer diese Kapitel liest, wird verstehen, daß die jungen Christengemeinden, vor allem die jüdischen Christengemeinden, von dieser Aussage des Apostels: "Ihr seid Tempel des Hl. Geistes", überwältigt waren, und seine Mahnungen verstanden diesen heiligen Tempel rein zu bewahren.